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Der Arzt Theodor Billroth Der Arzt Theodor Billroth wurde am 26. April 1829 in Bergen auf Rügen geboren. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Österreich. Als einer der bedeutendsten Chirurgen des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte er geniale Operationsmethoden unter anderem für bestimmte Eingriffe am Kehlkopf, an der Schilddrüse oder bei der Entfernung der Gebärmutter. Noch heute trägt eine von ihm entwickelte Operationstechnik am Magen seinen Namen:
Bei bestimmten schwerwiegenden Erkrankungen kann manchmal die teilweise Entfernung des Magens erforderlich werden. Eine solche "Magenresektion" führte Billroth erstmalig bei einer Patientin mit unheilbarem Magenkrebs durch. Nachdem er die Krebsgeschwulst entfernt hatte, vereinigte er den Zwölffingerdarm mit dem verbliebenen Magenstumpf (informieren Sie sich über den Zwölffingerdarm in der Januarausgabe). Die Patientin lebte dank dieses Eingriffs noch viele Jahre. Die entsprechende Operationstechnik heißt seitdem Billroth I. Im Jahre 1885 entwickelt der geniale Chirurg eine zweite Methode für derartige Operationen. Er verschloss die jeweiligen Enden von Magen und Zwölffingerdarm und stellt eine seitliche Verbindung zwischen beiden her. Wenn die Ärzte heute nach dieser Methode operieren, sprechen sie von "Billroth II". Theodor Billroth wirkte lange Zeit in Berlin, wo er sich 1856 auf Chirurgie und pathologische Anatomie spezialisierte. 1860 wurde er nach Zürich berufen. 1867 übernahm er die "II. Chirurgische Lehrkanzel" in Wien. Billroth probierte seine neu entwickelten Techniken vorher oft im Tierexperiment aus. So führten seine 1872 erprobten Operationen an der Speiseröhre von Hunden bereits fünf Jahre später zum Überleben von Menschen, die nur durch eine teilweise Entfernung der Speiseröhre (Ösophagusresektion) gerettet werden konnten. Billroth starb am 6. Februar des Jahres 1894 |
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Interessantes rund um "Die Geschichte der Medizin" erhalten Sie hier jeden Monat aktuell zusammengestellt: So führte Billroth seine 1872 erprobten Operationen an der Speiseröhre von Hunden bereits fünf Jahre später zum Überleben von Menschen, die nur durch eine teilweise Entfernung der Speiseröhre (Ösophagusresektion) gerettet werden konnten.
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