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Alkohol stört Verdauung - bei Sodbrennen Alkohol meiden! Der übermäßige Genuss von Alkohol ist gesundheitsschädlich. Das ist den meisten Menschen klar. Dennoch hat sich der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland während der vergangenen dreißig Jahre mehr als vervierfacht. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt heute im Durchschnitt bereits bei etwa 12 Liter reinen Alkohols. Die direkten und indirekten Folgekosten des Alkoholmissbrauchs verschlingen jährlich 15 bis 40 Milliarden Euro. Jedes zweite Verkehrsopfer stirbt infolge des Alkoholmissbrauchs. Dass Alkohol vor allem katastrophale Auswirkungen auf die Leber und das Gehirn hat, ist wohl jedem hinlänglich bekannt. Nur wenige Menschen wissen hingegen von den schweren Strukturveränderungen und Funktionseinschränkungen, die das Gift auf das Verdauungssystem ausübt.
Während kleine, nur gelegentlich getrunkene Aperitifs den Appetit stimulieren, stört eine chronische Alkoholzufuhr die Verdauung nachhaltig. Alkoholgaben beeinflussen eine Reihe von Hormonen, die die Funktion der Bauchspeicheldrüse steuern. Letztere gibt hochwirksame Enzyme in den Zwölffingerdarm ab, die für die Verdauung der Nahrungsmittel lebensnotwendig sind. Menschen, die dauernd Alkohol trinken, riskieren eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse und deren Funktionsunfähigkeit. Eine normale Nahrungsaufbereitung ist dem Organismus dann nicht mehr möglich! Auch die Mundspeicheldrüsen werden durch Alkohol stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Speichelsekretion wird dadurch beeinträchtigt. In der Speiseröhre führt Alkohol zu einer Schädigung der Schleimhaut. Bereits im Jahre 1979 konnten Wissenschaftler belegen, dass zwischen der Menge des getrunkenen Alkohols und dem Auftreten der Speiseröhrenentzündung ein enger Zusammenhang besteht. Salzsäure verstärkt diesen Effekt. Deshalb ist es besonders gefährlich, bei bestehendem Sodbrennen Alkohol zu trinken! Alkohol stört zudem die peristaltischen Bewegungen der Speiseröhre. Das trifft besonders auf deren unteren Abschnitt zu. Aus diesem Grunde fördert Alkohol den Reflux von Mageninhalt in die Speiseröhre. Elf von zwölf gesunden Probanden zeigten in entsprechenden Untersuchungen einen fünffach stärkeren Reflux nach Alkoholeinnahme! Im Magen verzögern bereits geringe Alkoholmengen die Entleerung des Speisebreis in den Zwölffingerdarm merklich. Bier und Wein regen die Produktion von Magensäure an. Offenbar spielt dabei auch eine vermehrte Freisetzung von Histamin und Gastrin durch Alkohol eine Rolle. Näheres zur Bedeutung dieser Signalstoffe für die Magensäureproduktion lesen Sie in unserer Rubrik "Wissenschaft verstehen". Alkohol ist darüber hinaus für die Magenschleimhaut besonders gefährlich. Übermäßiger Alkoholkonsum ist eine der wichtigsten Ursachen für die Herausbildung einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Den Rat, Alkohol zu meiden, müssen sich Menschen mit Refluxsymptomen daher besonders zu Herzen nehmen. Die Ratschläge des Ani aus unserer Rubrik "Interessantes aus der Medizingeschichte" mögen daran erinnern. >> zur Übersicht Forschung & Magen |
Alkohol kann Sodbrennen fördern
Bei Sodbrennen sollten Sie Alkohol vermeiden, denn Alkohol fördert die unangenehmen Begleiterscheinungen.
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