MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

MAGEN ASPEKTE

Was ist eine BRONCHITIS ?

MikroskopUrsache, Befund und Behandlung des Bronchialkatarrhs

Die Ursache dieser Krankheiten kann verschiedenen Ursprungs sein. Bei der akuten und chronischen Bronchitis handelt es sich um eine Schleimhautentzündung z. B. durch Bakterien, als Folge von Nikotinmissbrauch (Raucherlunge), durch eingeatmete Umweltgifte (schlechte Luftverhältnisse in Industriegebieten und Großstädten). Jede akute Entzündung kann bei sachgerechter Behandlung abklingen, andernfalls aber in eine chronische Entzündung übergehen, die oft nur schwer beeinflussbar ist. Bei lang anhaltenden chronischen Prozessen können sich die Bronchien erweitern, Eitersäckchen entstehen (dauernder Husten mit eitrigem Auswurf ist verdächtig) und so Bronchieaktasen bilden. Auch nach einfachen Infekten, z. B. Grippeerkrankungen mit Beteiligung der Luftwege, kann sich ein solcher Zustand bilden. Beim Lungenemphysem, meist altersbedingt, kommt es zu einem Weitstand des Brustkorbs mit geringer Atembeweglichkeit, in deren Folge sich leicht Bronchialinfekte bilden können. Trotz moderner Medikamente, mit denen man meistens den akuten Zustand rasch bessern kann, ist bei diesen Krankheiten unverändert die »Heilwirkung unseres Meeres« von großer Bedeutung, bei der viele Einzelfaktoren zusammenwirken, insbesondere aber die Einatmung der Aerosole der Meeresluft mit ihrem Gehalt an Kochsalz und Jod. Hinzu kommt die extreme Reinheit der Luft, die bakterizide Wirkung des Meerwassers, seine Reize auf die Durchblutung der Schleimhäute, die Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte (Abhärtung durch Meerbäder), so dass rasche und meist lang anhaltende Gesundung erzielt wird. Unterstützen kann man den Erfolg noch durch Meerwasserinhalationen in den Kureinrichtungen und eine Meerwassertrinkkur. Bei Jugendlichen mit Veranlagung zu Bronchitiden kann eine Kur an der Nordsee, besonders auf unserer Halbinsel mit ihrem starken Reizklima, oft für Monate die Anfälligkeit für solche Krankheiten verhindern oder sie sogar vollständig heilen.

Man spricht von akuter oder chronischer Entzündung der Bronchialschleimhaut. Typische Beschwerden sind Husten und Auswurf.

Akute Form

Diese Form geht meist mit einer Entzündung der oberen Luftwege (Nasen- und Rachenraum) einher, ist v.a. in den Wintermonaten weit verbreitet. Sie ist bei Kindern und Jugendlichen häufiger zu beobachten als bei Erwachsenen. Ursache: Die akute Bronchitis ist meist Folge einer viralen Infektion der oberen Luftwege. Seltener lösen Bakterien, Pilze oder chemische Reize eine akute Bronchitis aus. Sie kann auch im Rahmen anderer Infektionskrankheiten wie etwa Masern auftreten.

Befund
Zu Beginn besteht meist ein fieberhafter Infekt der oberen Luftwege. Dem anfänglichen Hustenreiz folgt ein zunächst trockener, oft schmerzhafter Husten, bei dem Auswurf ausgehustet wird, der schleimig oder eitrig sein kann. Der Kranke klagt nicht selten über Brustschmerzen. Beim abhorchen der Lunge sind trockene oder feuchte Rasselgeräusche zu hören. Besonders im Rahmen einer bevorstehenden Lungenerkrankung kann sich in der Folge eine bakterielle Entzündung oder eine Lungenentzündung entwickeln. Für Asthmatiker besteht eine erhöhte Gefahr von Asthma-anfällen. Eine Sonderform der akuten Bronchitis ist die meist bei Kindern auftretende obstruktive Bronchitis (spastische B.). Zu den Zeichen der akuten Bronchitis gesellt sich eine deutliche Verengung der Bronchien. Sodass die erkrankten Kinder unter Atemnot und Kurzatmigkeit leiden.

Behandlung
Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden des Kranken. Zur Schleimlösung dienen Sekretolytika wie Ambroxol oder Acetylcystein. Weiterhin können anschwellende Nasentropfen und fiebersenkende Mittel eingesetzt werden. Hustenreizlindernde Mittel (Antitussiva) sind nur bei sehr quälendem Reizhusten ohne Auswurf sinnvoll. Besteht eine bakterielle Infektion, ist ein Antibiotikum erforderlich. Bei obstruktiver Bronchitis kommen zusätzlich bronchienerweiternde Mittel zum Einsatz. Normalerweise heilt eine akute Bronchitis rasch und folgenlos aus.

Tipp
Bei akuter Bronchitis sind eine leichte, vitaminreiche Kost und reichlich Flüssigkeitszufuhr zur Verflüssigung des Schleimes empfehlenswert. Hilfreich sind auch Frischluft, Anfeuchten der Raumluft, Inhalationen oder Einreiben mit ätherischen Ölen (kein kampfer- oder mentholhaltiges Mittel bei Säuglingen und Kleinkindern) zur Verbesserung der bronchialen Reinigung. Der Kranke sollte nicht rauchen.

Chronische Form

Jeder zweite Raucher über 40 Jahre leidet an dieser häufigsten chronischen Lungenerkrankung. Er werden verschiedene Schweregrade unterschieden: Die einfache chronische Bronchitis ist durch schleimig-weißen Auswurf ohne Zeichen einer Einengung der Bronchien gekennzeichnet. Bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis (spastische B.) besteht neben einem zähen Auswurf zusätzlich eine Verengung der Bronchien durch Verkrampfung der Bronchialmuskulatur sowie durch Schleimhautschwellung; der Übergang zum Bronchialasthma ist dabei fließend. Die schwerste Form ist das obstruktive Emphysem, bei dem neben den Zeichen des chronisch-obstruktiven Bronchitis bereits ein Lungenemphysem besteht.

Befund Typisch ist jahrelanger morgendlicher Husten mit schleimig-weißem Auswurf. Im weiteren Verlauf tritt eine anfallsartige Belastungsatemnot auf. Besonders in der kalten Jahreszeit häufen sich akute Infektionen der Bronchien durch bakterielle Besiedlung des vorgeschädigten Gewebes. Bei der körperlichen Untersuchung zeigt sich oft ein Fassthorax, bei Abhorchen der Lunge sind Giemen und Brummen als Zeichen der Bronchienverengung zu vernehmen. Zur Sicherung der Diagnose und zur Einschätzung des Schweregrades werden Sputumuntersuchungen, Röntgenaufnahmen des Brustkorbes, Lungenfunktionsprüfungen und Blutgasanalysen durchgeführt.

Behandlung
Wichtigste Maßnahme ist das Meiden der Auslöser, also ein absoluter Raucherverzicht. Zur Verflüssigung des zähen Schleims sind – wie bei der akuten Bronchitis –Sekretolytika erforderlich. Bestehen Verengungen der Bronchien, ist eine bronchienerweiternde Dauertherapie wie beim Bronchialasthma unumgänglich. Bakterielle Infekte der Lunge müssen konsequent antibiotisch behandelt werden, Atemgymnastik und Ausdauertraining (geringe bis mäßige Belastung) erhalten oder verbessern die Beweglichkeit des Brustkorbes. Gelingt es, die Schädigungsursache frühzeitig auszuschalten, bevor sich ein Bronchienverschluss und damit Atemnot eingestellt hat, kann die chronische Bronchitis noch ausheilen. In späteren Stadien ist die Erkrankung nicht mehr heilbar. Meist schreitet sie fort unter der Entwicklung eines Lungenemphysems mit allen entsprechenden Beschwerden. Nach jahrelangem Verlauf kommt es zu einem Cor pulmonale und zur zunehmenden Zerstörung des Lungengewebes zu eines Ateminsuffizienz.

Tipp:
Bei chronischer Bronchitis ist die regelmäßige und sorgfältige Durchführung einer Atemtherapie sehr wichtig, insbesondere das Erlernen der Lippenbremse.
 
 


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Die Bronchitis

Die akute Bronchitis meist mit einer Entzündung der oberen Luftwege (Nasen- und Rachenraum) einher, ist v.a. in den Wintermonaten weit verbreitet. Sie ist bei Kindern und Jugendlichen häufiger zu beobachten als bei Erwachsenen. Ursache: Die akute Bronchitis ist meist Folge einer viralen Infektion der oberen Luftwege. Seltener lösen Bakterien, Pilze oder chemische Reize eine akute Bronchitis aus. Sie kann auch im Rahmen anderer Infektionskrankheiten wie etwa Masern auftreten.

 



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