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Magengeschwüre "sterben aus" Vor knapp fünfzehn Jahren erkrankten in Deutschland noch mehr als eine Millionen Menschen an Magengeschwüren. Pro Jahr starben zu dieser Zeit fast 8.000 Patienten an "Ulcusbeschwerden". Ulcus ist die medizinische Bezeichnung für ein Geschwür. Geschwüre sind schmerzhafte Läsionen, die meist durch den Einfluss der Magensäure verursacht werden. Schaut man sich einmal die Erkrankungshäufigkeit in Deutschland genauer an, so fällt auf, dass Geschwüre seit geraumer Zeit immer seltener werden:
Die Ursachen für diese erfreuliche Entwicklung sind gut bekannt. Zum einen bemühte man sich seitdem ja besonders intensiv um einen wirksamen "Magenschutz" bei jenen Patienten, die NSAR einnehmen müssen (lesen Sie dazu in unserer Rubrik "Krankheitsbilder"). Zum anderen ist Mitte der 1990er Jahre erkannt worden, dass der größte Teil aller Geschwüre durch ein winziges Bakterium mit dem Namen Helicobacter pylori hervorgerufen wird. Schon kurze Zeit nach dieser Entdeckung suchte man rund um den Erdball nach Möglichkeiten, "H.P." wie der Keim umgangssprachlich auch abgekürzt wird, auszurotten. Bei bakteriellen Infektionen verschreibt der Arzt gewöhnlich Antibiotika. Ein Antibiotikum nach dem anderen wurde gegen H.P. ausprobiert. Das Bakterium widerstand den meisten und war einfach nicht "zu fassen". Erst als die Forscher zwei verschiedene Antibiotika mit einem Protonenpumpenblocker kombinierten, hatten sie sofort Erfolg. Nach einer nur einwöchigen Behandlung lagen die Heilungsraten bei fast 100 Prozent! Das war beinahe einmalig in der langen Geschichte der Medizin. Mit dieser so genannten Tripeltherapie war man dem ungebetenen Gast Helicobacter pylori und gleichzeitig damit auch der Magengeschwüre Herr geworden. Das Abknicken der Kurve in unserer Grafik in der Mitte der neunziger Jahre spricht für sich. Es war die Zeit, als die Protonenpumpenblocker den Antibiotika zur Hilfe eilten. >> zur Übersicht Forschung & Magen |
Zur Untersuchung der Speiseröhre und des Magens ist in vielen Fällen eine endoskopische Untersuchung erforderlich. Der Blick in den Magen geschieht dabei mit dem so genannten Gastroskop.
Keine Angst vor einer gastroskopischen Untersuchung.
Nur so kann man Gewissheit haben, ob es bereits zu Magengeschwüren gekommen ist.
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