MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

MAGEN ASPEKTE

Heuschnupfen

WieseJetzt hat sie wieder begonnen, die Zeit der juckenden Augen und laufenden Nasen. Dabei ist der Begriff "Heuschnupfen" eigentlich nicht ganz korrekt - die Betroffenen reagieren nicht auf Heu, sondern auf die Pollen von Gräsern und Bäumen.

Sobald die Pollen mit der Schleimhaut von Nasen und Augen in Berührung kommen, springen sie auf und setzen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße frei. Normalerweise erkennt das Immunsystem die Pollen als harmlose Fremdkörper und reagiert gelassen. Anders bei Heuschnupflern. Die Körper-Abwehr versucht vor allem die Pollen-Eiweiße als vermeintlich gefährliche Eindringlinge zu bekämpfen. Einige Zellen in der Schleimhaut bilden daraufhin Antikörper, medizinisch Immunglobuline genannt. Zum Heuschnupfen kommt es, weil das Immunsystems den Kampf gegen die Pollen in seinem "Gedächtnis" speichert. Bei jedem neuen Pollen-Kontakt setzt es große Mengen Antikörper frei, die an speziellen weißen Blutkörperchen, den Mastzellen, andocken. Die so gereizten Mastzellen setzen schließlich Histamin frei, das die Nasen laufen und die Augen jucken lässt, eben die typischen Beschwerden des Heuschnupfens. Damit sie erträglicher ausfallen, helfen ein paar einfache Maßnahmen:

Zunächst muss durch einen Test festgestellt werden, welche Pollen genau die Symptome auslösen. Mit dem Ergebnis und den Pollenflug-Vorhersagen lassen sich die Tage ermitteln, in denen man am besten nicht ins Freie geht. Geschlossene Fenster halten die Pollen fern. Über Luftfilter für die Wohnung sollte man sich allerdings eingehend informieren, da einige Geräte das Pollenproblem verschlimmern können. Das Schlafzimmer nur nachts lüften, denn schon ab 4 Uhr früh beginnen die Pollen wieder durch die Luft zu wirbeln. Tägliches Staubsaugen und Staubwischen in der Wohnung entfernt Pollen von Teppichen und Möbeln. Das Staubtuch muss feucht sein, damit die Pollen nicht noch aufgewirbelt werden. Haarewaschen am Abend entfernt die Pollen, die sich tagsüber im Haar festgesetzt haben. So treten nachts keine Symptome auf. Die beste Urlaubszeit für Heuschnupfler ist die stärkste Pollenflugzeit. Am besten, die Fahrt geht ins Hochgebirge oder an die Küsten. Dort ist die Pollenbelastung am geringsten.

Wer mit diesen Maßnahmen nicht weiter kommt, sollte ohne Zögern zum Arzt gehen. Die seltenen Nebenwirkungen der modernen Allergie-Medikamente sind wesentlich leichter zu ertragen als der Heuschnupfen mit seinen Folgen für die Gesundheit. Bei einem unbehandelten Pollenleiden besteht die Gefahr des so genannten Etagenwechsels: Der Heuschnupfen verlagert sich mit der Zeit eine "Etage" tiefer in die Lunge und verursacht dort ein allergisches Asthma. Dann würde allerdings ohne Medikamente nichts mehr gehen.
 
 


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Pollenzeit

Sobald die Pollen mit der Schleimhaut von Nasen und Augen in Berührung kommen, springen sie auf und setzen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße frei. Normalerweise erkennt das Immunsystem die Pollen als harmlose Fremdkörper und reagiert gelassen.

 



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