Allergie-Tests
Zum speziellen Nachweis von Allergien stehen verschiedene Tests zu Verfügung. Beim"Pricktest" wird ein Allergenkonzentrat auf die mit einer Lanzette eingeritzen Haut aufgetragen. Reaktionen wie Juckreiz, Rötung und Quaddelbildung geben Hinweis auf eine allergische Reaktion gegen diesen Stoff. Der Epikutantest ist ein ebenfalls spezifischer Nachweis für Allergene, hierbei werden die Substanzen auf die intakte haut aufgetragen, aber mit einem Pflaster bedeckt und mindestens 24 Stunden dort belassen. Bei entsprechender Reaktion, die obigen Symptomen entspricht, findet man auch hier die speziellen Allergene. Ein noch genauerer Test ist der RAST-Test (Radio-Allergo-orbent-Test), in dem spezifische IgE -Antikörper gegen bestimmte Allergene ermittelt werden.
Blutgasanalyse
Im akuten Stadium ist eine Blutgasanalyse sinnvoll, für die eine Blutprobe aus dem Ohrläppchen entnommen werden kann. Ist der Patient schwer erkrankt und bereits bewusstseinseingetrübt, kann man auch eine arterielle Blutgasanalyse nehmen. Diese hat den Vorteil, genauere Auskunft über die Sauerstoffversorgung des Patienten zu geben, aber auch den Nachteil, dass; sie außerordentlich schmerzhaft ist, insbesondere, wenn sie von einer ungeübten Person durchgeführt wird. In den meisten Fällen ist eine solche Tortur wirklich nicht angebracht und sollte auch nicht von einem gewissenhaften Mediziner zum Standard gemacht werden.
Pulsoxymetrie
Hierbei erhält der Patient einen Sensor an den Finger oder das Ohrläppchen. Mittels spektralphotometrischer Analysen kann die Sauerstoffsättigung und die Pulsfrequenz ermittelt werden. Der Vorteil der Pulsoxymetrie ist, dass; sie zum einen eine nichtinvasive Methode darstellt und sie vor allem, auch im häuslichen Bereich (z.B. durch den Notarzt) kontinuierlich ermittelt werden kann.
Apparative Lungenfunktions - diagnostik und Prinzipien
Neben der körperlichen Untersuchung bietet die moderne Medizintechnik wertvolle Hilfsmittel zur genauen Diagnostik und objektiven Beurteilung über den Zustand des Patienten und dem Erfolg der Therapie:
Peak –Flow, Spirometrie, Bodyplethysmograpie.
Peak -flow
Der Peak -Flow ist eine einfache und vergleichsweise kostengünstige Methode, bei der der Patient in der Praxis, aber auch zu Hause seine bronchiale Obstruktion erfassen kann. Dabei atmet der Patient tief ein und atmet so schnell wie möglich (” Atemstoss;”) in des Peak-flow -Meter aus. Die dabei ermittelte Atemstromstärke läßt sich mit genormten Tabellen vergleichen, aus den Werten kann man schließlich recht genau ermitteln, wie stark die Obstruktion des Patienten ist. Die ermittelten Werte kann der Patient protokollieren, so dass; der Arzt bei guter Compliance einen kontinuierlichen Überblick über das Befinden des Patienten hat. Es existieren vorgedruckte Peak-flow-Protokolle, auf denen der Patient zusätzlich eingenommene Medikamente oder Änderungen in seinem subjektiven Befinden notieren kann. Als allgemeines Beurteilungskriterium gilt, dass Schwankungen während eines Tages deutlich über 20% für ein schlecht therapiertes Asthma sprechen.
Spirometrie
Das Lungenvolumen befindet sich in ständigem Wechsel, bei jeder Einatmung vergrößert sich es sich um den Betrag des Atemzugvolumens und in umgekehrter Richtung während der Ausatmung. Die Volumina können willkürlich vom Patienten verändert werden, beispielsweise durch eine verstärkte Ein -oder Ausatmung. Dieses sogenannte mobilisierbare Lungenvolumen läßt sich nun mittels der Spirometrie messen und kann wertvolle diagnostische Hinweise auf pathologische Veränderungen geben. Das Spirometer ist ein Gerät zur Messung der Lungenfunktion und stellt selbst einen gasdichten Raum dar, in den der Patient ein -und ausatmet. Da durch die Gasdichte von außen keine Luft eindringen kann, entspricht jede Volumenänderung in dem Spirometer einer Volumenänderung in der Lunge des Probanden.