|
|||||||||||||||||||||
Rene DescartesDer Mensch - Maschine & GeistDer französische Philosoph und Naturforscher Rene Descartes (1569-1650) wurde als Sohn eines niederen Adligen in dem heute nach ihm benannten Ort La Haye-Descartes geboren. Nach dem Schulabschluss wurde er Jurist, übte diesen Beruf aber nie aus. Erst später studierte er Philosophie und erlangte mit seinen zahlreichen philosophischen Schriften Berühmtheit. Den meisten Menschen ist er wegen seines Ausspruchs "cogito, ergo sum" (Indem ich denke, bin ich) bekannt. Descartes versuchte stets, Elemente und Methoden der Naturwissenschaft und der Mathematik, auf die Philosophie zu übertragen. Er beschloss, nichts als "wahr" anzuerkennen, bis er dazu durch die Logik gezwungen wäre. Descartes’ Philosophie, die auch Cartesianismus genannt wird, ersetzt rein philosophisches Gedankengut durch ein System von mechanischen Erklärungen der physikalischen Phänomene. Neben seinen mathematischen und physikalischen Forschungen unternahm er gerade in diesem Zusammenhang eine ganze Reihe medizinischer Studien, die heutzutage weniger bekannt sind. Frühzeitig vermutete der Philosoph, dass alle tierischen Bewegungen einzig durch unbewusste Mechanismen kontrolliert werden. Im Jahre 1662 verfasste er sein Werk "de homine", in dem er den Menschen als Maschine (machine de terre), der aus einem physikalischen Körper (res extensa) und einer unsterblichen Seele (res cogitans) besteht, darstellte. Der Mensch sei ursprünglich von Gott geschaffen, arbeite seitdem aber recht selbständig. Das biologische Geschehen stellt Descartes bereits im Rahmen physiologischer Vorgänge dar, die auf mechanische oder chemische Umsetzungen zurückgeführt werden. So wurden seiner Auffassung nach, die Nahrungsmittel bei der Verdauung durch den Magensaft getrennt. Der "Chylus", die Darmlymphe sowie die Ausscheidungsstoffe entstehen dabei durch Filtration in siebartigen Öffnungen und Poren des Darms. Obwohl dies ein noch sehr dürftiges Modell des Verdauungsvorganges ist, muss man ihm auch im Nachhinein noch Hochachtung zollen. Das naturwissenschaftliche Denken in der Medizin ist durch Descartes weiter befruchtet worden. |
Descartes versuchte stets, Elemente und Methoden der Naturwissenschaft und der Mathematik, auf die Philosophie zu übertragen. Er beschloss, nichts als "wahr" anzuerkennen, bis er dazu durch die Logik gezwungen wäre.
|
||||||||||||||||||||