MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

MAGEN ASPEKTE

Rheuma - Acetylsalicylsäure hilft

FELIX HOFFMAN 1893

Rheuma und Sodbrenen haben etwas miteinander zu tunDas Rheuma plagt die Menschheit wahrscheinlich schon seit Urzeiten. Verständlicherweise lag jeder Epoche der Medizingeschichte eine etwas andere Interpretation dieses Krankheitsbildes zugrunde. So liest man in den hippokratischen Schriften:

"Bei Arthritis stellen sich Fieber und heftige Schmerzen in den Gelenken ein… Die Krankheit entsteht durch die Galle und den Schleim, wenn diese in Bewegung geraten und sich schließlich in den Gelenken festsetzen…"

Lange Zeit stritten die Forscher darüber, ob HIPPOKRATES (460-370 v.Chr.) hier das Rheuma oder die Gicht beschreibt. Erst die medizinischen Abhandlungen ab dem 16. Jahrhundert können hier zweifelsfreier zugeordnet werden: Der französische Arzt GUILLAUME DE BAILLOU (1538-1616) führte zu dieser Zeit den Begriff "Rheumatismus" in den Wortschatz des Arztes ein. Seiner Orientierung an eine damals weit verbreitete Säftelehre entsprechend, ging er davon aus, dass die Ursache des Rheumas vom Kopf her fließende schleimige Säfte seien. Diese Auffassung hat im Übrigen sogar ihren Niederschlag in der Namensgebung "rheumatismós" (griech = das Fließen) gefunden. Traditionell wurden deswegen auch Aderlasse empfohlen, um "das verderbte Blut abzuleiten". Erst sehr viel später stieß das Opium zu den "officinellen Arzneymitteln" gegen das Rheuma. Man hatte bemerkt, dass dessen betäubende Eigenschaften den Rheumaschmerz zu stillen vermochte.

Im Laufe der Zeit eroberten sich andere, besser verfügbare Schmerzmittel einen festen Platz in der Behandlung Rheumakranker. Eine Substanz verdient dabei eine besondere Beachtung: Es ist die in der Rinde von Weidenbäumen enthaltene Salizylsäure. Die bitter schmeckende Substanz wurde bereits in der griechischen Antike gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Um seinem rheumakranken Vater zu helfen, stellte der deutsche Chemiker FELIX HOFFMAN im Jahre 1893 das Acetylderivat der Salizylsäure erstmals künstlich her. Seither ist ASS, wie die Substanz häufig abgekürzt wird, das wichtigste Medikament gegen Fieber, leichte bis mittelschwere Schmerzen und Entzündungen, die durch Arthritis, Verletzungen oder Rheuma verursacht werden. Weil ASS zudem eine gerinnungshemmende Wirkung entfaltet, wird es gern zur Vorbeugung eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls verordnet. Diese gerinnungshemmende Wirkung ist zusammen mit seinem gastro-toxischen Potential (lesen Sie dazu in unserer Rubrik "Wissenschaft verstehen") jedoch auch eine der Ursachen für das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, die sowohl Eisenmangel als auch Magengeschwüre zur Folge haben können.

Asprinflasche von 1900
 
 


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Schmerzmittel haben einen festen Platz in der Behandlung Rheumakranker. Eine Substanz verdient dabei eine besondere Beachtung: Es ist die in der Rinde von Weidenbäumen enthaltene Salizylsäure. Die bitter schmeckende Substanz wurde bereits in der griechischen Antike gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt. Um seinem rheumakranken Vater zu helfen, stellte der deutsche Chemiker FELIX HOFFMAN im Jahre 1893 das Acetylderivat der Salizylsäure erstmals künstlich her

 



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