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Hilfe bei Depressionen

Depressive FrauBesonders in den dunklen und kalten Jahreszeiten neigen zahlreiche Menschen zu Depressionen - manche nur vorübergehend, andere über längere Zeit. Im Unterschied zu einem harmlosen Stimmungstief können Depressive jedoch nicht selbst für Hilfe sorgen, in dem sie sich "einen Ruck geben" oder sich bei Angehörigen oder Freunden aussprechen. Bei einer Depression ist deshalb professionelle ärztliche Hilfe unerlässlich. Wir sagen Ihnen, was Sie schon immer über dieses Thema wissen wollten.

Auch junge Menschen können Depressionen haben

Der menschliche Organismus arbeitet nach einem komplizierten Mechanismus. Seine Funktionen werden weitgehend vom Gehirn kontrolliert. Er kann seine Aufgaben aber nur dann reibungslos erfüllen, wenn in diesem Gefüge alles harmonisch aufeinander abgestimmt ist. Gerät zum Beispiel die Psyche aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer Depression. Sie ist vor allem dann vorhanden, wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, die ganz banalen Anforderungen an den Alltag zu erledigen. Die dann auftretenden Beschwerden sind zum Beispiel Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und mitunter sogar Bauch- oder Herzschmerzen. Der Grund für Depressionen sind in der Regel Stoffwechselveränderungen im Gehirn. Sie sind mittlerweile mit Medikamenten gut zu behandeln. Unterschieden werden unter anderem die Endogene Depression (kein äußerer Anlass vorhanden), die exogene Depression (oft Folge einer organischen Krankheit), die bipolare Depression (charakteristisch sind wechselnde Hochs- und Tiefs) und die larvierte Depression (typisch sind starke körperliche Beschwerden, die den Alltag erschweren).

Grundlose Traurigkeit kann Zeichen einer Depression sein

Welche Ursachen haben Depressionen?

Depressionen können viele Ursachen haben. Zum Beispiel können langwierige und schwere körperliche Erkrankungen dazu führen, dass man sich nicht mehr als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft fühlt und deshalb immer mehr in Depressionen verfällt. Dies trifft zum Beispiel sehr häufig auf Frauen zu, die sich im gebärfähigen Alter einer Gebärmutterentfernung unterziehen mussten. Auch können hormonelle Veränderungen wie sie zum Beispiel bei einer Schwangerschaft oder im Klimakterium auftreten, die Ursache sein. Und letztendlich kann sogar der Alterungsprozess über Veränderungen im Hirnstoffwechsel Depressionen auslösen. Weitere Gründe können sein, der Verlust einer Bezugsperson, der Abschied von einer gewohnten Umgebung, Konflikte in Familie und Beruf oder finanzielle Schwierigkeiten. Es gibt außerdem Depressionen, die infolge von Erkrankungen wie Hirntumore, Alzheimer, Parkinson, Epilepsie, Lebererkrankungen und bei der Schilddrüsenunterfunktion auftreten.

Mit welchen Untersuchungen wird eine Depressionen festgestellt?
  • Allgemeine körperliche und neurologische Untersuchung
  • Labordiagnostik, zum Beispiel Leber- und Nierenwerte
  • Schilddrüsendiagnostik
  • Gehirnstrommessung (EEG)
  • Klärung möglicher Herzerkrankungen (EKG)
  • Computertomographie des Schädels

Wie werden Depressionen behandelt?

Eine Depression ist kein unabänderbares Schicksal, sondern eine Krankheit, die oft sehr erfolgreich therapiert werden kann. Die Heilungschancen liegen derzeit bei über 85 %. Als bewährte Therapieform kommt in erster Linie eine medikamentöse Therapie mit stimmungsaufhellenden, antriebssteigernden Medikamente, so genannten Antidepressiva in Frage. Häufig wird auch eine Gesprächs- oder Psychotherapie beziehungsweise die Kombination dieser Methode mit Medikamenten eingesetzt.

Fazit: 85 % aller Depressionen werden geheilt
 
 


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Depressionen

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