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Jetzt dem Heuschnupfen im nächsten Jahr vorbeugenHypo-Desensibilisierung kann helfen Immer wieder niesen, schnäuzen, Augen reiben - bei Heuschnupfen reichen Medikamente nicht immer aus. Besser, man gewöhnt seinen Körper schon jetzt an die Pollen in der nächsten Saison.
Nach der Allergie ist vor der Allergie: Kaum trauen sich die Heuschnupfen-Opfer wieder ohne Taschentücher und Nasenspray vor ihre Haustür, sollen sie schon für das nächste Jahr planen. Aus gutem Grund allerdings: Etagenwechsel nennen Ärzte es, wenn ein Heuschnupfen nicht ausreichend behandelt wird. Die Allergie steigt dann von der Nase in die Bronchien ab und verursacht dort unter anderem ein allergisches Asthma. Zum Schnupfen und Niesen kommen dann Husten und Luftnot. Das ist nicht mehr nur lästig, sondern eine ernste Erkrankung. Medikamente dämpfen aber - wenn überhaupt - immer nur die Symptome von Allergien. Einen Heuschnupfen wirklich zu besiegen, kann dagegen nur mit Hilfe einer Hypo-Desensibilisierung gelingen. Im Klartext heißt das: In kleinen Lernschritten wird das Immunsystem behutsam an den Stoff gewöhnt, auf den es allergisch reagiert. Bei Heuschnupfen sind das in der Regel die Pollen von Bäumen und Gräsern. Der Organismus wird langsam an die Pollen gewöhnt Injektionen unter die Haut des Oberarms sind dafür die übliche Methode. Am Anfang der "Abhärtungskur" werden zunächst winzige Mengen Pollen unter die Haut gespritzt. Die ersten vier Injektionen werden innerhalb von vier bis sechs Wochen verabreicht, die Konzentration erhöht sich dabei zu Anfang im Wochen-Rhythmus, später monatlich. Die exakten Schemata variieren je nach Patient und Allergie-Form. Am Ende der Therapie, die bis zu drei Jahren dauern kann, erträgt der Körper gut das doppelte der natürlichen Pollenbelastung, Schnupfen und Niesen gehören bei 80 Prozent aller behandelten Heuschnupfler am Ende der Therapie der Vergangenheit an. Unabdingbare Voraussetzungen für das Verfahren sind allerdings Geduld und Ausdauer: Für jede einzelne Injektion muss man eine Arzt-Praxis aufsuchen und dort nach der Behandlung 30 Minuten warten. Der Grund: Es könnten allergische Schockreaktionen auftreten. Außerdem kann sich die Therapie über 2 Jahre hinziehen. Wer weder Spritzen noch längere Wartezeiten mag, kann den Pollen-Cocktail auch zu Hause schlucken. Das ist zwar angenehmer und bequemer. "Die Erfolgsrate dieser Methode ist aber nicht so hoch, weil Injektionen wirkungsvoller sind", meint Dr. Frank-Matthias Schaart, Hautarzt und Allergologe in Hamburg. Hypo-Desensibilisierung tut nicht weh: Kleine Injektionsnadeln Optimaler Beginn für eine Hypo-Desensibilisierung ist eine Zeit mit wenig Heuschnupfen-Beschwerden. Wer auf Frühblüher und Gräser allergisch ist, fängt deshalb am besten gleich noch in diesem Herbst an. |
Heuschnupfen
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