MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

MAGEN ASPEKTE

Schlaganfall

- dem lässt sich doch vorbeugen!

Zwei sich haltende HändeÜber 200.000 Schlaganfälle ereignen sich jedes Jahr in der Bundesrepublik. Jeder fünfte Betroffene verstirbt an den Folgen, die Hälfte der Überlebenden wird zum lebenslangen Pflegefall. Vorbeugung gegen den Schlaganfall - medizinisch auch Apoplex genannt - ist jedoch möglich. Und sie muss noch nicht einmal mit dem Verzicht an Lebensfreude einhergehen.

Einem Schlaganfall lässt sich bekanntlich am besten durch einen gesundheitsbewussten Lebenswandel vorbeugen. Allerdings werden die geduldigen Versuche der Ärzte, ihre gefährdeten Patienten zum Beispiel zu mehr Bewegung, weniger Fett in der Nahrung oder dem Verzicht aufs Rauchen zu überreden, häufig mit dem Satz kommentiert: "Wenn Sie mir die schönen Dinge des Lebens verbieten, dann bleibt mir ja gar nichts mehr!" Weit gefehlt: Dem Schlaganfall vorzubeugen, bedeutet nicht automatisch, sich damit von den angenehmen Seiten des Lebens verabschieden zu müssen.

Schlaganfall - bestimmte Regionen im Gehirn werden "schlagartig" von der Blutversorgung abgeschnitten.

Wie entsteht eigentlich ein Schlaganfall?
Beim Schlaganfall erhalten die betroffenen Bereiche im Gehirn auf Grund verstopfter Blutgefäße oder plötzlicher Blutungen nicht mehr genügend Sauerstoff und sterben deshalb nach kurzer Zeit ab. Diesem Vorgang liegt grundsätzlich der gleiche Mechanismus wie bei der Entstehung des Herzinfarktes zu Grunde. In beiden Fällen ist oft die Gefässverkalkung, die so genannte Arteriosklerose, das Grundübel. Je nachdem, welche Bezirke im Gehirn betroffen sind, treten mit dem Anfall "schlagartig" Lähmungen, Probleme beim Sprechen, Lesen, Schreiben oder Verstehen von Worten sowie andere schwere Störungen auf. Eine Chance, geheilt zu werden, besteht nur, wenn die betroffene Person umgehend in eine Klinik eingeliefert wird.


Bewusst mit den Risikofaktoren umgehen
Bei der Entstehung der Arteriosklerose spielen vor allem die so genannten Risikofaktoren die Hauptrolle. Sie sind einerseits durch den Lebenswandel bedingt - zu nennen sind unter anderem das Rauchen, ein zu hoher Alkoholkonsum sowie Übergewicht und zu wenig Bewegung. Andererseits zählen aber auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und erhöhtes Cholesterin zu den typischen Risikofaktoren für Schlaganfall. Wer dem Schlaganfall gezielt vorbeugen will, muss allerdings nicht alle bekannten Risikofaktoren konsequent aus dem Leben verbannen. Oft hilft es schon, ein wenig bewusster mit ihnen umgehen.

Während Nikotin und eine betont fettreiche Ernährung ohne Zweifel ganz aufgegeben werden sollten, gilt beim Alkohol das berühmte "Viertel Wein" als eine akzeptable Tagesgrenze. Wer sein Übergewicht mit regelmäßiger Bewegung und sinnvollerer Ernährung angeht, sorgt auch dafür, dass die Blutfettwerte sinken und außerdem ein eventuell vorhandener Diabetes sich bessert. Und nicht zuletzt wird auf diese Weise gleichzeitig oft auch ein erhöhter Blutdruck gesenkt.

Als ideales Beispiel, wie sich die Risikofaktoren bei trotz allem steigender Lebensqualität abbauen lassen, könnte ein Tanzkurs dienen. Schon aus Eitelkeit verliert man dabei schnell einige Kilo - der Rest geht durch die Bewegung praktisch ganz von alleine. Die regelmäßige Einkehr nach dem Vergnügen in ein italienisches Restaurant kann sich dabei ebenfalls sehr günstig auswirken, lernt man doch so ganz nebenbei die schmackhafte und trotzdem sehr gesunde mediterrane Küche kennen. Nicht ohne Grund gibt es in den Mittelmeerländern deutlich weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte als hier zu Lande.

Vorbeugen gegen den Schlaganfall bedeutet also nicht unbedingt Verzicht. Sondern ganz im Gegenteil, das Kennenlernen neuer Genüsse, die ein Plus an Lebensqualität bescheren und dabei oft auch noch gesund sind.

10 Fragen zur Schlaganfall-Vorbeugung
Wer bei den folgenden Fragen mehr als zwei mal mit einem "Ja" antworten muss, sollte für ein Gespräch über Schlaganfall-Vorbeugung seinen Hausarzt aufzusuchen:

Schlaganfalls-Risiko-Test

  • Rauchen Sie?
  • Trinken Sie zu viel Alkohol?
  • Sind Sie übergewichtig?
  • Haben Sie hohen Blutdruck?
  • Sie treiben keinen regelmäßigen Sport?
  • Haben Sie erhöhte Blutfettwerte?
  • Sind Sie zuckerkrank?
  • Nehmen Sie die Antibabypille?
  • Sind in Ihrer Verwandtschaft Schlaganfälle aufgetreten?
  • Sind bei Ihnen schon einmal Vorzeichen eines
  • Schlaganfalles aufgetreten wie zum Beispiel ein plötzliches Schwächegefühl oder Gefühlsstörungen einer Körperseite, kurzzeitiger Verlust der Sprechfähigkeit, plötzliche Sehstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel?
 
 


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Schlaganfall

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