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Teenager werden mit Kurzfilm zum Arztbesuch animiert Bin ich zu dick? - Warum mag mich keiner? - Ist mit mir alles in Ordnung? - Die Fragen junger Teenager sind oft existenziell, denn Ansprechpartner fehlen häufig.
Die ärztliche Jugendvorsorgeuntersuchung "J1" will den 12 bis 14jährigen helfen, die drängenden Probleme aufzugreifen. Doch im Gegensatz zu den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U8 der Kinderärzte für Kleinkinder ist die "J1" bei Teenies noch unbekannt. Außerdem ist es in diesem Alter alles andere als "cool", zum Arzt zu gehen. Daher soll ein von Studierenden der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart gedrehter Kurzfilm "Mit der J1 Fit for Life" Jugendliche gezielt animieren, das neue Angebot der Jugendärzte anzunehmen. Die Produktion wurde angeregt von dem Arbeitskreis Jugendmedizin, dem Olgahospital in Stuttgart und dem Gesundheitsamt in der Landeshauptstadt. Ziel aller drei Institutionen ist es, mit der Produktion der HdM-Studierenden bei den Betroffenen auf die "J1" aufmerksam zu machen. Der Film soll die Verantwortlichkeit der Jugendlichen für den eigenen Körper stärken und sie motivieren, bei gesundheitlichen Problemen selbständig zum Arzt zu gehen. Eingesetzt werden soll er zunächst in den Schulen im Großraum Stuttgart. Längerfristig will man mit dem Film die "J1" deutschlandweit bekannt machen. Die Herausforderung für die Filmemacher an der HdM bestand darin, Drehbuch und Bildsprache so zu entwickeln, dass das Ergebnis bei der jungen - und vor allem kritischen - Zielgruppe "Teenager" ankommt. Konzeption und technische Realisierung hatten in der im Wintersemester 2002/2003 als Studioproduktion angebotenen Veranstaltung gleichermaßen Gewicht. Bei der dramaturgischen Umsetzung haben es die HdM-Autoren verstanden, die Teenager mit ihren spezifischen Problemen abzubilden: Ein Mädchen vor dem Spiegel ("Bin ich zu dick?") oder rauchende Jungs auf dem Spielplatz ("Werde ich anerkannt?"). Das sind Alltagssituationen, die den jungen Betrachter in seiner Lebenswelt abholen. Die Fabrixx-Schauspieler greifen fast beiläufig die Themen auf: Die junge Judith lässt sich vom erfahrenen Christof auf dem Fabrixx-Set davon überzeugen, dass der Arzt ihr helfen kann. Die Rolle des Arztes wird als etwas ganz Normales vermittelt und wirkt nicht bedrohlich. "Die Teenager als Zuschauer sollen nichts mit dem Zeigefinger erklärt bekommen", erklärt Pegyy Reinhardt vom HdM-Filmteam. Der Begriff "J1" werde indirekt erläutert und verliere somit seinen eher technischen Charakter, so die Studentin. Prof. Eckhard Wendling Studiengang Medienwirtschaft, Telefon: 0711/685 5592 www.hdm-stuttgart.de/aktuelles |
"Die Teenager als Zuschauer sollen nichts mit dem Zeigefinger erklärt bekommen", erklärt Pegyy Reinhardt vom HdM-Filmteam.
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