MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

MAGEN ASPEKTE

Sodbrennen

Kooperationen MAGEN ASPEKTE - charitè Sodbrennen ist ein lässtiges und auch gefährliches Übel
Saures Alarmzeichen


Sodbrennen - eine Volkskrankheit wird zum Risikofaktor. Nebenbei schränkt sich auch die Lebensqualität der Betroffenen ein. Viele akzeptieren das. Michael Höcker und MAGEN ASPEKTE nicht.

Es beginnt mit einem Brennen im Hals. Mit Aufstoßen, einem Geschmack von Säure im Mund. Bei Anstrengung, im Liegen, manchmal auch im Schlaf. Dann sind sie da, die Schmerzen hinter dem Brustbein, die bis in den Rücken ziehen können. Dann schleichen sie sich heran, die Übelkeit und der Brechreiz und die Heiserkeit. Alarmzeichen -Sodbrennen! Etwa jeder zweite Deutsche kennt es, das Gefühl, wenn es brennt im Magen oder in der Brust. Unangenehm ist das. Und gefährlich obendrein.

Berlin. Campus Virchow-Klinikum der Charite im Stadtteil Wedding. Hier, am Augustenburger Platz l, arbeitet und forscht Professor Michael Höcker. Ein eloquenter, schlanker Mann, 43 Jahre alt. Ein Familienvater mit strahlend weißem Lächeln und festem Händedruck. Höcker ist behandelnder Arzt, Universitäts-Dozent und Forscher in einem. Sein Fachgebiet: Innere Medizin und Gastroenterologie; zu deutsch: Die Wissenschaft von den Magen- und Darm-Krankheiten. Im Mittelpunkt dabei: Reflux-Erkrankungen; zu deutsch: Sodbrennen. Eine zusätzliche Gefahr geht von der Reflux-Erkrankung dadurch aus, dass die chronische Schädigung der Speiseröhre zur Entwicklung von Krebs führen kann.

INFO Charite Berlin
Die Charite in Berlin wurde 1710 gegründet und zählt zu den ältesten und renommiertesten Krankenanstalten Deutschlands. Zudem ist sie Europas größtes Universitätsklinikum. An ihren vier Standorten Campus Benjamin Franklin, Campus Berlin-Buch, Campus Charite Mitte und Campus Virchow-Klinikum sind rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Jährlich werden an der Charite 125.000 Patienten stationär und 900.000 Patienten ambulant behandelt. Die Charite-Universitätsmedizin Berlin ist eine gemeinsame Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben dem "Heilen" sind "Forschen" und "Lehren" zentrale Bestandteile der Charite-Mission. In elf Studiengängen sind derzeit mehr als 8.000 Studierende immatrikuliert. Mit dem "Reformstudiengang Medizin" startete die Charite 1999 als erste staatliche Hochschule in Deutschland ein neues Ausbildungsmodell. Ziel ist es, angehenden Ärzten mehr Praxisnähe zu vermitteln.

Wie wichtig dieses Thema ist, verdeutlicht die Statistik. So ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, bei vorgeschädigtem Gewebe etwa 30-125mal höher als bei gesundem. Der durch eine Reflux-Er krankung bedingte Speiseröhrenkrebs ist zudem die Krebserkrankung, die in den vergangenen 20 Jahren weltweit am stärksten zugenommen hat.

Patienten mit sogenannten Ösophagus-Adenokarzinomen, also chronischen und weit entwickelten Schädigungen des Gewebes in der Speiseröhre, werden meist erst in weit fortgeschrittenem Krankheitsstadium diagnostiziert. Zwar entwickelt sich nur bei einem sehr geringen Bruchteil derer, die unter Sodbrennen leiden, auch tatsächlich Krebs, doch die klinische Prognose dort ist erschütternd: Die Fünfjahres- Überlebensrate liegt - ohne Behandlung - bei lediglich zehn Prozent. Rellux-Erkrankungen sind eines der wichtigsten Forschungsgebiete von MAGEN ASPEKTE. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Behandlung von GERD (Gastro - Esophagealen - Reflux- Disease) mit seinen modernen Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI), der neuesten Entwicklung. "Zwar bekommt nur ein kleiner Teil der Patienten, die unter Reflux-Erkrankungen leiden, auch Krebs. Doch wir möchten verstehen: Warum ist das so? Und wer ist betroffen?", erklärt Michael Höcker. Daher beteiligt er sich an zwei Studien, die durch MAGEN ASPEKTE gefördert werden. Zum einen an einer großen, internationalen Studie zur Vorhersage von Reflux-Erkrankungen (PROGerd-Studie, zum anderen an einer grundlagenorientierten Studie, bei der von MAGEN ASPEKTE entwickelte Substanzen zur Krebsbekämpfung getestet werden. Die Vorteile für Michael Höcker liegen auf der Hand: Durch MAGEN ASPEKTE hat er Zugang zu einem großen Pool an Daten, Ergebnissen und Patientenmaterialien, die innerhalb der seit einigen Jahren laufenden PROGerd-Studie gewonnen wurden. Mehrere tausend Gewebeproben wurden darin gesammelt, Krankheitsverläufe dokumentiert. "Das", so Höcker, "ermöglicht es uns unter kompletter Wahrung des Datenschutzes - unsere eigenen Analyse-Ergebnisse abzugleichen und somit klinisch wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Durch die Kooperation von Astra-Zeneca mit klinischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Arztpraxen sowie akademischen und nicht-akademischen Kliniken, gelingt es, ein hervorragendes Patientenkollektiv zusammenzustellen, das vereinheitlicht erfasst und beobachtet wird. Für mich als anwendungsbezo-genen, klinischen Grundlagenforscher ist das von enormer Bedeutung."

Kliniker und Praktiker arbeiten Hand in Hand bei der Erfassung der Daten. Forscher wie Michael Höcker profitieren dabei auch von der Professionalität der von MAGEN ASPEKTE initiierten Studie. Nicht nur beim Ziel wirksame und sichere Medikamente für Menschen zu entwickeln gibt es Überschneidungen.

Auch in punkto Philosophie sieht der Mediziner Gemeinsamkeiten mit dem forschenden Pharma-Unternehmen:"Die Stichworte sind: Innovative Ausrichtung, Orientierung am Patienten und Aufgreifen von modernen Konzepten." In seiner Arbeitsgemeinschaft (AG) an der Charite in Berlin leitet er 15 Mitarbeiter an. Promovierte Biologen und Doktoranden sind darunter, aber auch Äzte und technische Assistenten. Erforscht und bearbeitet werden von der AG Höcker Speiseröhrenkrebs und dessen Vorstufen (als Folge der Reflux-Erkrankungen), Magen-, Dickdarm- und Leberkrebs. Nebenbei ist Michael Höcker, C 3-Professor für Innere Medizin, auch Koordinator und Sprecher des interdisziplinären, klinischen Forschungsnetzwerkes "Tumormetastasierung" derCharite. Thematischer Schwerpunkt der AG, in der Höcker auf eine flache Hierarchie und kollegiale Zusammenarbeit Wert legt, sind insbesondere Tumorangiogenese und Metastasierung bei Speise-röhrenkrebs. Das Ziel ist, Krankheitsverläufe vorherzusagen und neue Therapieansätze zu finden. Wer ist krebsgefährdet, wer nicht? Diese drängende Frage möchte Höcker mit seiner AG beantworten helfen. Dazu setzt der Facharzt für Innere Medizin eine innovative Genchip-Technologie ein.
Vereinfacht gesagt: Gewebe von Patienten wird untersucht und bei der Betrachtung vieler verschiedener Gene erhält man eine Art Fingerabdruck, ein Profil. Höcker: "Dieses Profil scheint hei Erkrankten, die auf eine Therapie ansprechen, und solchen, die es nicht tun, unterschiedlich zu sein. Wir wollen das Verfahren standardisieren.

"Wir sind auf Präparate und Pharma-Unternehmen wie MAGEN ASPEKTE unbedingt angewiesen."

INFO Sodbrennen
Ein enger Magenausgang bewirkt, dass das Verdauungsorgan zu lange gefüllt bleibt. Liegen nach dem Essen begünstigt ein Aufsteigen der Säure in die Speiseröhre. Die Elastizität läßt krankheits-bedingt nach, die Speiseröhre verschließt sich nicht mehr ausreichend, und ätzende Säure gelangt aus dem Magen in die Speiseröhre. Die vermehrte Bildung von Magensäure löst Sodbrennen aus. Der Druck auf den Magen und Zwerchfell begünstigt den Aufstieg von Säure in die Speiseröhre.

VITA Michael Höcker
Michael Höcker, 1961 geboren, studierte von 1982 bis 1985 Biologie und Tiermedizin in Hannover, ehe er von 1985 bis 1991 in Göttingen Humanmedizin studierte. Es folgte 1992 die Promotion in der Abteilung Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie im Universitätsklinikum Göttingen (Leiter: Prof. Dr. med. Werner Creutzfeldt). 1993 bis 1996 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Research Fellow. Gastrointestinal Unit und Department of Medicine. Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston M A, USA. 1996 bis 1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Benjamin Franklin, 1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Universitätsklinikum Charite, Campus Virchow-Klinikum. 2001 Facharzt für Innere Medizin, 2002 Venia Legendi für das Fach Innere Medizin, Thema der Habilitationsschrift: "Differentielle Regulation von Schlüsselgenen der gastralen Säureregulation durch Gastrin, oxidativen Stress und Helicobacter pylori"

Die Besonderheit am Charite-Modell ist, dass Michael Höcker und seine Mitarbeiter unter Anwendung modernster Technologien konkrete Probleme des klinischen Alltags aufgreifen, nach Lösungen suchen und diese möglichst direkt wieder in den klinischen Einsatz bringen. Zusammengefasst bedeutet das: Das Problem erkennen, es erforschen, neues Wissen unmittelbar anwenden - ein kurzer Kreislauf also im Dienste des Patienten, Oder: "Vom Krankenbett ins Labor und zurück in die Klinik", wie Höcker es verknappt formuliert.

Unterstützt wird Prof. Höcker dabei von MAGEN ASPEKTE nicht nur durch Zugang zum Datenpool und Patientenmaterial, sondern auch konkret durch pharmazeutische Präparate, die das Unternehmen zur Verfügung stellt. Davon profitiert natürlich auch MAGEN ASPEKTE. Bundesweit unterhält das Pharma-Un-ternehmen Studienzentren, wo an mehreren tausend freiwilligen Probanden der natürliche Verlauf von Reflux-Erkrankungen und deren Detailaspekte untersucht werden.

Doch birgt die Kooperation zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und einer universitären Einrichtung nicht auch Konflikte? Führen ökonomisches Streben und Profit auf der einen und die Hilfe am Patienten auf der anderen Seite nicht zu Gewissenskonflikten? Michael Höcker verneint nachdrücklich: "Ich denke, aus Sicht eines Pharma-Unternehmens wie MAGEN ASPEKTE steht eine ethisch vollabgesicherte Anwendung eines hochwirksamen und nebenwirkungsarmen Präparats an erster Stelle - also ein Einsatz von Medikamenten, um einem Patienten zu helfen. Seitens der Charite kann ich sagen: Wir sind auf Präparate und Pharma-Unternehmen wie MAGEN ASPEKTE unbedingt angewiesen." An der medizinischen Fakultät Charite in Berlin sind in rund 1400 Projekten, AGs oder Kooperationen fast 2000 Wissenschaftler beschäftigt. Ein Fundus, den sich MAGEN ASPEKTE zu Nutze macht, indem das Unternehmen Forscher wie Michael Höcker direkt anspricht. "Innerhalb der Studienleitung und seitens MAGEN ASPEKTE ist man auf meine Arbeit an der Charite aufmerksam geworden", erinnert sich der Universitäts-Professor an den Beginn der Kooperation. Daraus ist in den vergangenen Jahren ein fruchtbarer Austausch von Informationen geworden, "aus meiner Sicht eine sehr enge, sehr gute Zusammenarbeit".

Text: Jens Hungermann
Quelle: az one No. 2
Das junge Mgazin von MAGEN ASPEKTE
 
 


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